EURYTHMIE

Das Spiel der kleinen Kinder ist ein Lehrmeister für die Freude an der bedeutsamen, schönen Bewegung. Jubel, Trauer, Spannung und Kraft, - alles offenbaren die jüngeren Schulkinder in ihren Bewegungen: Sie schlüpfen in Gestalten, in Tiere, in Wind, Welle, Luft und Licht und sprechen sich darin aus.

 

Die Sprache erfüllt sich in ihren Gebärden. Ein ausgleichender Atem entsteht, wenn das Kind sich in seinen Bewegungen mit den Dingen der Welt verbindet. Über allem stehen die große Lebensfreude und der Tatendrang der Kindheit.

 

Ebenso bedeutsam wie die Sprache bewegt die Musik die kindliche Gestalt mit Rhythmen, Melodien und Harmonien.

 

Spannungen lösen sich in Übergänge auf, Streckung und Exaktheit geben Stärke und Sicherheit, Zusammenklänge vieler Stimmen lassen harmonisches Miteinander erleben.


Wie stehe ich da? Wie bewege ich mich? Was drücke ich darin aus? Wie nehme ich den anderen dabei wahr? Was bewege ich - in der Welt? Bis zum Erleben dieser Fragen kann der Unterricht in der Mittel- und Oberstufe gehen.

Das ästhetisch-künstlerische Element der Eurythmie kann sich in der Oberstufe realisieren. Klassische und zeitgenössische Werke der Sprache und Musik werden erarbeitet und in Bewegung umgesetzt.

Hier schließt die Eurythmie eine Lücke, die in der Pädagogik oft offen bleibt, wenn die bildenden Künste und darstellenden Künste mit Theater, Chor und Orchester unterrichtet werden, aber nicht die Tanzkunst.