EPOCHENUNTERRICHT

Wenn uns ein Problem plagt, so hört man oft den Rat: "Schlaf doch mal drüber!" Dahinter steckt die Erfahrung, dass ein Problem, das in die Nacht hinüber genommen wird, am nächsten Tag ganz anders aussieht oder neue Aspekte zeigt... Diese Erfahrungen, die man als Lehrer täglich machen kann, werden in der Waldorfpädagogik ganz bewusst für die Förderung der Lernvorgänge eingesetzt. Der neue Unterrichtsstoff wird so eingeführt, dass am Unterrichtsende bei den Schülern eine offene Frage oder ein Staunen entsteht. Damit werden sie in die Nacht entlassen und erst am nächsten Morgen wird die Frage wieder aufgegriffen und mit den Schülern so bearbeitet, dass sie einen wirklichkeitsgesättigten Begriff des neuen Unterrichtsstoffes möglichst selbstständig entdecken können.

 

Der Epochenunterricht ist somit ein wichtiges methodisches Mittel, um den Unterricht exemplarisch und ökonomisch zu gestalten.

 

Der Schulvormittag beginnt jeden Morgen bis zur grossen Pause täglich mit dem so genannten Epochenunterricht, der vom Klassenlehrer in der Unter- und Mittelstufe oder dem Fachlehrer in der Oberstufe während der ersten Doppelstunde erteilt wird. Gelernt wird in Epochen, d.h. ein bestimmtes Fach steht über 3-4 Wochen schwerpunktmässig im Mittelpunkt des Lernens.

  

Epochenfächer sind: Deutsch, Geschichte, Geographie, Mathematik, Geometrie, Biologie, Physik, Chemie.